Kategorien
Kreative Menschen

Fluchtabenteuer, Jules Verne und, echt jetzt, der Graf von Monte Christo?

Jules-Gabriel Verne, in Deutschland anfänglich Julius Verne, französischer Schriftsteller, (* 8. 2.1828in Nantes; † 24.03.1905 in Amiens.)
Verne wächst im Reederviertel der Hafenstadt Nantes als ältestes von fünf Kindern eines Anwalts und seiner aus Reederkreisen stammenden Frau auf. Als Elfjähriger soll er heimlich versucht haben, eine Seereise als Schiffsjunge anzutreten, wird aber im letzten Moment von Bord geholt.

Er beginnt zu schreiben und erhält Kontakt zu Alexandre Dumas, der ihn etwas protegiert, und zu dessen Sohn Alexandre Dumas dem Jüngeren, mit dem er sich anfreundet. Nebenher macht er Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschließen. Er lernt 1862 den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennen. Dieser bringt seinen gerade fertigen ersten Science-Fiction-Reiseroman Cinq semaines en ballon (Fünf Wochen im Ballon) heraus, nimmt ihn für weitere Romane derselben Machart unter Vertrag und leitet ihn zum publikumswirksamen Schreiben an. Verne kommt in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweitern, ihn fachlich beraten und ihm zu Ideen verhelfen. Er sammelt sie in einem Zettelkasten.
Er schreibt zahlreiche Romane, die meist fortsetzungsweise in Hetzels 1864 gegründeter Jugendzeitschrift Magazin illustré d’éducation et de récréation (Illustrierte für Erziehung und Erholung) erscheinen, ehe sie auch als Buch herauskommen. Meistens sind es Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science-Fiction-Anteil, die von Hetzel deshalb unter der Rubrik Voyages extraordinaires (Außergewöhnliche Reisen) vermarktet werden. Hierin nimmt Verne mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition manche später realisierte Entwicklung vorweg, wobei dies im Schwerpunkt nur die Literatur der ersten 12 Jahre nach dem Erstlingswerk betrifft.
Verne verbindet die Idee der Geschichte des Grafen von Monte Christo mit eigenen Erlebnissen und Gedanken. Sein Buch „Mathias Sandorf“ entsteht. Verne schreibt dazu: „Es ist der Versuch, aus Mathias Sandorf den Grafen von Monte Christo der Abenteuerlichen Reisen zu machen.“*

Abgeguckt dafür: hat Jules Verne bei Alexandre Dumas!

Er widmet das Buch seiner Freundschaft zu Alexandre Dumas dem Jüngeren und ehrt dessen Vater (und Autor der spannenden Erzählung: Der Graf von Monte Christo.)
(Quellen: Wikipedia, *Mathias Sandorf, 1979 Deutscher Bücherbund GmbH & Co, Lizenzausgabe, Lübbe Verlag)