Rembrandt, der Mann mit dem Goldhelm und dann kam alles anders…

Von: Timea Hiller

Rembrandt Harmenszoon van Rijn (* 15. Juli 1606 in Leiden; † 4. Oktober 1669

Mann mit dem Goldhelm, so der Titel des Gemäldes. Als Kind faszinierte mich das gleichnamige Kinderbuch des Autors Gotthold Gloger. Ich lernte den großen Meister Rembrandt auf diese Weise kennen. Seine Liebe galt der Malerei. Er malte feinste Konturen und schuf große Gemälde wie die Anatomie des Dr. Tulp.

Umso mehr erstaunt und auch ein wenig schockiert hat mich die Nachricht, die erst aus den 80-er Jahren stammt.  Der „Mann mit dem Goldhelm“ ist ihm gar nicht zu verdanken!

Gleichwohl, er bleibt ein Barockkünstler der Ausnahmeklasse, der extravagante und, wie ich finde, etwas geheimnisvoll wirkende Bilder malte.

Hier folgt ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch, welches heute den Hinweis enthalten sollte, dass sich die Geschichte so vermutlich nicht abgespielt hat…

„Rembrandt, des ewigen Alleinseins müde, geht von Kunsthandlung zu Kunsthandlung und entdeckt einen abgewetzten Reiterhelm aus der Truppe des Spaniers Spinola, irgendwo liegengelassen und aufgehoben, bis er schließlich beim Trödler landete. Er kauft den Haufen Blech. Für garnichts gewissermaßen, ein paar Stüber opfert er, und er will hinterher den Helm schon liegenlassen, als ihm auf der Oberfläche der Kriegerkopfbedeckung ein Wulst auffällt. Er tastet darüber, und die Erhebung fühlt sich an wie ein kleiner knopfgroßer Kopf. Das findet der Kunstexperte merkwürdig. Und so halb und halb ist er bereits überzeugt, das er einen Fund gemacht hat.“

Bildquelle: Von Kreis d. Rembrandt – Hajotthu, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11671889